Glückwunsch zur 250. Folge von Promigefluester, die nächsten 250 folgen.

Liebe Promigefluester Freunde,

Wenn man in den Medien einen neuen versuch startet, weiß man nie so ganz genau, wie lange dieser anhalten wird. Am 10. März 2007 gab es die erste Folge von Promigeflüster, zu dieser Zeit aber nur als Podcast (also nur zum hören). Aber das wäre natürlich auf die Dauer sehr langweilig, dachte sich Frank Stiller und so gab es ab der 25. Folge dann das Video dazu – ist doch klar, man möchte doch seine Idole sehen, denn so mancher hatte ja schon eine sehr lange Zeit auf der Showbühne verbracht. Die ersten Gäste waren dann auch die sehr erfolgreiche Gruppe “Dschingis Kahn” das Interview wurde von Frank Stiller im Sommer 2007 in Lettland aufgezeichnet. In dieser Zeit wurde vom ZDF  die Sendung “Zauberwelt der Berge” mit Andrea Ballschuh aufgezeichnet. – Ich musste bis zu meinem persönlichen Auftritt bis August 2010 warten. Frank und ich kannten uns noch aus meiner langen Zeit bei einer sehr bekannten Jugendzeitschrift ( diese wird am 26.August 2012 man soll es kaum glauben, 56 Jahre alt). Eigentlich hatten wir nur ein Gespräch von 10 Minuten eingeplant, aber man sollte mir kein Mikrofon in die Hand geben, denn ich rede, rede und rede, da kommt mein Interviewpartner überhaupt nicht mehr zu Wort. So musste Frank Stiller dann aus 10 Minuten 30 machen. Die Folgen von 175-177 waren dann auch recht witzig, denn ich hatte ja viel zu erzählen, aus meiner Zeit als Redakteur für besondere Aufgaben bei dieser Jugendzeitschrift.

Bei einem Weißbier oder waren es einige mehr machte ich Frank den Vorschlag, wir könnten doch den Blog, der bisher nicht so genutzt worden ist, für meine Artikel nutzen, so kam ich also zu Promigefluester.

Am 18. Januar 2011 waren Andy Borg und Karl Moik auf einer Pressekonferenz in München und so nutzten wir natürlich beide die Gelegenheit und holten sie vor unser Mikrofon. Wir stellten fest, auch erfolgreiche Musikantenstadl Moderatoren sind normale Menschen, das galt insbesondere auch für alle unsere Interview Gäste, wie André Rieu, Hans Blum, Christian Wolff, Brigitte Nielsen, Volker Brand, Peter Kraus, Ilja Richter und viele andere beliebte Stars und Sternchen. Natürlich werden wir uns auch in Zukunft darum bemühen, dass wir bei www.promigefluester.de tolle Gäste zu Gast haben, denn wir sind es Euch allen einfach schuldig. Wir möchten uns auch bei dieser Gelegenheit einmal bei allen Medienpartner für die gute Zusammenarbeit bedanken, das gilt insbesondere auch für den SWR, denn hier dürfen wir jeden Sonntag dabei sein wenn es wieder heißt “immer wieder sonntags” mit Stefan Mross und vielen bekannten deutschen Schlagerstars und volkstümliche Gruppen. Da ist es doch schön, wenn man Freunde beim SWR hat.

Wir haben uns auch lange überlegt, welchen Star oder Gruppe sollten wir denn zur 250 Folge für Promigefluester nehmen? und wir haben sie gefunden:

 

Tromposaund: 5 Musiker aus Holzhausen (Nähe Starnbergersee). Wenn man sie so in ihren Lederhosen und strammen Wadln sieht, könnte man meinen sie spielen nur Blasmusik und dann ist da nichts mehr, wir wurden bei unserem Besuch eines besseren belehrt, denn ihr Motto lautet:“Von Blasmusik bis Brassmusik”.

Simon (Flügelhorn), Christoph (Flügelhorn & Trompete), Josef (Bariton, Basstrompete und Posaune), Hans Peter (Tenorhorn) und Moritz (Tuba und Bassposaune) spielen natürlich auch, auch wenn es keiner glauben mag, für ihre Fans (meist weiblich und nicht nur im Dirndl) bayrisch-böhmische Musik. Das erinnert mich immer so an die alten Heimatfilme, wo man sich auch einmal um eine hübsche Maid mit seinem besten prügelte. – Nein so ist das heute ganz bestimmt nicht mehr, ganz im Gegenteil. Diese Musiker zeigen wie vielseitig sie sein können, wenn sie auch Jazz, Blues, Boogie, Schlager und aktuelle Hits spielen. Dazu brauchen sie keine große Bühne, ihnen genügen 5 Stühle und schon geht die Party der etwas anderen musikalischen Art los. Ab 10.03.2012 sind sie natürlich auch bei www.promigefluester.de zu sehen und hören. Weitere Informationen gibt es natürlich auch auf ihrer Homepage Seite: www.tromposaund.de

Chris Roberts – ein Schlagerstar zum anfassen

Liebe Schlagerfreunde

  

Chris Robert wurde im März 1946 in München als Christian Klusacek geboren. Ich kann mir vorstellen, wie er bereits in Babyalter für seine Eltern irgendwelche Liedchen vor sich hingesungen hat, obwohl damals seine Eltern nur wenig verstanden haben. München war ja gerade in den 60 Jahren eine Stadt, wo es in vielen Bars und Szenelokalen noch LIVE Musik mit tollen Bands gab, ich erinnere mich da sehr gerne an die Goethestraße. Da gab es eine Kneipe nach der anderen und überall spielten Rock’n Roll Musiker, die gängigen Hits rauf und runter. Ich war damals Stammgast in der Rumba Bar da spielte Paul Würgers mit seiner Band. Er hat diese Zeit überlebt und auch heute kann man ihn längst über 70 Jahre in Bierzelten hören, seine Fans von damals kommen immer noch um ihn zu hören. Kein Wunder also, dass Chris Roberts als Schlagzeuger bei einer Rock’n Roll Band nämlich Blue Rockets die Mädchen begeisterte. Und es muss doch schon ein großer Zufall gewesen sein, dass auch sein Entdecker und Förderer Hans Bertram war, der ja auch, wie wir alle wissen Roy Black in Augsburg bei einem Bandwettbewerb im Moritz Keller entdeckt hatte. Ich war zu dieser Zeit in der Chris Roberts seine ersten Erfolge (Wenn du mal einsam bist, Die Maschen der Mädchen usw.) hatte, DJ in einer kleinen Münchner Diskothek. Natürlich durften diese Lieder in meinem Programm nicht fehlen. Kein Wunder ist es daher, dass der smarte Chris in den 70er Jahren Dauergast in der ZDF HITPARADE mit Dieter Thomas Heck war. Und natürlich war er auch in der DISCO mit Ilja Richter zu sehen. Ich habe Chris Roberts 1974 kennen gelernt als ich bei BRAVO zu arbeiten begann. Seine damalige Managerin Gaby Glashauser kümmerte sich rührend um ihren Schützling, dazu gehörte auch noch Jürgen Marcus und Martin Mann (mit dem Gaby dann auch verheiratet war). Zur damaligen Zeit, besuchten die Schlagerstars natürlich auch immer, wenn sie in München auf Promotour bei den Radiosendern waren, die BRAVO Redaktion in der Augustenstraße 10. Denn ganz in der Nähe, befanden sich die Fotostudios wo unsere Starfotografen Didi Zill und Bubi Heilemann hunderte von Aufnahmen machten und nur die schönsten Bilder erschienen dann im Heft oder auch auf der Titelseite. Das gilt natürlich auch insbesondere für Chris Roberts. Natürlich war das BRAVO Team auch immer bei der ZDF Hitparade in Berlin, denn unsere Leserinnen und Leser wollten natürlich alles über ihre Schlagerlieblinge wissen. Nach der Sendung wurde dann immer kräftig mit allen Stars gefeiert und zwar in einer kleinen aber feinen Bar im Hotel Schweitzerhof, in der Szene nannte man sie nur noch Todeszelle. Warum? ganz einfach, so mancher machte da die Nacht zum Tage (ich war auch dabei) und wenn man noch Zeit hatte, nahm man noch einen kleinen Schluck an der Tagesbar. Im übrigen viele Stars die bei der Hitparade aufgetreten sind, wurden natürlich auch von unseren BRAVO Redakteuren Peter Raschner und Gerald Büchelmaier zu hause besucht, denn sehr beliebt waren natürlich auch die Serien Homestory. Nur wir durften damals Exklusiv darüber berichten, wie die Stars und Sternchen Privat lebten.


Ravensburger.de

 

Erinnert Ihr Euch noch an den BRAVO Starschnitt, glücklich kann der sein, der heute noch einen aus dieser Zeit hat.122 mal wurde dieser veröffentlicht, so gab es natürlich auch von Chris Roberts ab der BRAVO Ausgabe 03/71 bis 12/71 einen. In 11 Ausgaben mussten die Fans zur Schere und Klebstoff greifen, bis sie ihn endlich in Lebensgröße zusammen gebastelt hatten. Wenn natürlich ein Teil fehlte, weil man das Heft vergessen hatte zu kaufen, hatte man da dann leider nur die Möglichkeit, das Heft nach zu bestellen. Aber nicht nur das, Chris Roberts war auch in der Zeit von 1970 bis 1973 11 mal auf der BRAVO Titelseite. Damals war das bei den Fans sehr wichtig, wer sie am Kiosk von ihrem Lieblingsheft anlächelte. Wer auf dem Titel war, konnte sich wirklich freuen. Und natürlich bekam Chris auch bei der größten Starwahl Europas 1971 einen Goldenen BRAVO Otto. Das gleiche für Anfang 1972. Ende 72 gab es für ihn noch einmal Silber. Besser konnte es für ihn in dieser Zeit nicht laufen, denn es waren ja noch viele andere beliebte Sängerinnen, Sänger, TV/Film und Bands da, die hofften, dass sie einen dieser beliebten Ottos in Gold, Silber oder Bronze bekommen würde. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch gerne einmal noch einen sehr wichtigen Namen nennen, denn alles was in den vergangenen 55 Jahren bei BRAVO geschehen ist, wurde mit sehr viel Sorgfalt zusammen gestellt. Ich kenne keine Homepage Seite über BRAVO die so super ist wie diese, schaut einfach einmal bei Christan Müller und www.bravo-archiv.de vorbei. Hier könnt Ihr Stundenlang alles über die großen und kleinen BRAVO Stars und vieles andere lesen. Danke lieber Christian für diese wertvollen Seiten, denn ohne diese, würde BRAVO und auch ich alt aussehen. Und wenn Ihr schon auf dieser Seite seid, dann lest doch unter dem Link: 50 Jahre BRAVO auch ganz einfach einmal meine BRAVO STORY. Aber nicht nur das hier findet Ihr, auch noch den Original Starschnitt von Chris Roberts, geht einfach auf den Link: BRAVO Starschnitte.

Chris Roberts war aber nicht nur Sänger sondern auch ein sehr beliebter Filmschauspieler. Natürlich gibt es da dann auch immer wieder welche, die der Meinung sind, das muss aber ein Schmarrn gewesen sein, den er da mit vielen beliebten Kollegen gedreht hat. Das finde ich nicht, denn gerade diese Schlagerfilme wie zum Beispiel: Wenn die tollen Tanten, Musik Musik, Da wackelt die Penne oder Unsere Pauker gehen in die Luft, werden auch heute immer wieder bei der ARD, ZDF oder BRF sowie im Heimat Kanal bei Sky (nur als ABO) wiederholt. Insgesamt drehte Chris 11 Schlagerfilme, da stand er seinem Freund Roy Black in nichts nach.

Vor kurzen konnten die TV Zuschauer von VOX (X Factor) Chris Roberts wieder einmal bei der schrägen Sendung Cover my Song sehen,wer mich kennt und das sind viele, wissen, was ich von solchen Sendungen halte, nämlich nichts. Denn da wurden zwei Typen losgelassen, die besser in ihren Hinterhof Studios in Berlin geblieben wären, denn hier wurden die deutschen Schlagerstars wie Michael Holm, Chris Roberts, Ireen Sheer und Katja Ebstein einfach – ich drücke mich mal ganz vorsichtig aus – auf den Arm genommen. Nur gut dass mein Lieblingslied von Chris “Dein Teddybär” nicht unter den Rapphammer kam.

Natürlich ist Chris Roberts noch lange nicht in den Ruhestand gegangen, ganz im Gegenteil, er ist für seine treuen Fans noch immer fleißig auf Tour, denn der Deutsche Schlager lebt und da können einige auch immer wieder behaupten, das ist doch nur etwas für uns Rentner. Nein meine lieben Kritiker, so ist das nicht, auch die Kids von heute möchten neben ihrer eigenen Popmusik die Schlager von damals mitsingen und Du kannst nicht immer 17 sein passt doch auch in die heutige Zeit. Wir erleben zur Zeit sehr viele Kriesen, da tut es gut, wenn man einmal 2 bis 3 Stunden davon einfach nichts hört. Vor zwei Wochen wurde Chris Roberts vom Künstler Magazin als Künstler des Jahres 2011 ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch dazu lieber Chris. Deine Fans wünschen sich aber auch noch, dass Du endlich einmal wieder in einer großen TV Show zu sehen bist.

Gerade hat mich noch eine Mail von einem Deiner treuen Fans erreicht: Gerne gebe ich diesen Text an Dich weiter.

“Danke dass Du so lieb an Chris erinnerst (das mache ich gerne) Chris ist vor kurzem in meinem Heimatort aufgetreten. Er ist auch hinter den Kulissen-Backstage ein total sympathischer und freundlicher Mensch.” Dem muss ich nichts mehr hinzu fügen.

Natürlich könnte ich über Chris noch mehr schreiben, ich weiß auch, so mancher fragt sich nun, warum schreibt er eigentlich nicht das was andere Zeitungen schreiben, darauf gibt es eine klare Antwort: das private Leben geht niemanden etwas an. Und einen Freund wie Chris Roberts enttäusche ich nicht.

BRAVO Fritze “Ein bisserl was ging immer”, oder nicht?

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei Petra Pan bedanken, die als ehemalige BRAVO Leserin ihre persönlich Eindrücke über Europas größter Jugendzeitschrift für uns geschrieben hat. Vielen Dank liebe Petra und ganz liebe Grüße nach Turin.

Teddy Lakis und der King Of POP:

Wohl keine andere Jugendzeitschrift kann behaupten, dass ihre Redakteure so nah an Michael Jackson heran kamen als BRAVO. Aber in diesen Zusammenhang muss man auch, weil es nur Fair ist, den Namen Teddy Lakis erwähnen, denn er hat viel dazu beigetragen, dass es zu diesen tollen Kontakten gekommen ist. Ich weiß, es wird so manchen nicht gefallen, dass ich gerade in diesen Zusammenhang diesen Namen erwähne, aber ich habe vor einigen Tagen ein sehr langes Telefongespräch mit ihm geführt, dabei erzählte er mir natürlich auch eine Dinge, die ich aus verständlichen Gründen hier nicht wieder geben möchte. Fakt aber ist, Teddy Lakis gehörte zu den engsten Mitarbeitern von Marcel Avram er war auf den Tourneen rund um die Uhr für Michael Jackson da, wenn er Wünsche hatte. Aber nicht nur das, er kümmerte sich mit sehr viele liebe um die Kids, die in den Tourneestädten rund um die Uhr sich die Beine in den Bauch standen, da lagen andere Redakteure längst in ihren Betten, oder an der Hotel Bar. Viele Fans von einst, haben das bis heute nicht vergessen, allerdings nimmt Teddy Lakis aus bestimmten Gründen an keinen Fantreffen mehr teil. Ich kenne Teddy schon sehr lange, er besuchte unsere Damen von der BRAVO Zentrale sehr oft, brachte ihnen immer Kuchen und andere kleine Geschenke mit.

Einmal im Monat sorgten viele Teeniestars in den ZDF Studios in Unterföhring für Kreischalarm, denn dann fuhren sie vor die Teenielieblinge “ Bay City Rollers, ABBA ,SMOKIE, Suzi Quadro, Kim Wilde, The Teens,Shakin Stevens, Falco, Middle of The Road,Bonnie Tyler usw. vor. Natürlich konnten nicht alle Fans ins Studio gelassen werden nur wer da Glück hatte, eine Eintrittskarte hatte durfte sich eine Stunde vor der Aufzeichnung vorm Studio anstellen. Natürlich waren bei jeder  

Aufzeichnung auch wir von BRAVO dabei, denn wir bekamen natürlich immer Arbeitsausweise und konnten so uns frei bewegen, zwischen der Generprobe und Abendaufzeichnung traf man sich dann mit allen Bands und Stars in der Kantine, klar dass da einige Fans gerne dabei gewesen wären, ich würde es einmal auf BRAVO Fritze Art so sagen, “Ein bisserl was ging immer”. Nach der Aufzeichnung ging die Party mit mit vielen Stars im RIGAN CLUB weiter,hier traf man sich zu einem Glas Bier (oder waren es viele?) und Richard Rigan der Elvis von Schwabing spielten die guten alten Rock’n Roll Hits von einst und plötzlich standen alle auf der kleinen Bühne und dann ging sehr zum Ärger der Nachbarn die Post ab. Einfach eine geile Zeit war das, in der Zeit von 1974 bis 1998 Rock’n Roll pur.

Die BRAVO Disco On Tour:

Als ich am ersten April 1974 bei BRAVO angefangen haben, wusste ich natürlich schon, dass es diese Veranstaltung gibt, aber ich konnte mir bis dahin nicht viel darunter vorstellen. Sandro Baretta war ein wilder Vogel, der es gerne so richtig in allen (!!!) Lebenslagen so  krachen lies, da blieb kein Auge trocken, er und Bubi Heilemann waren für diese Veranstaltungen verantwortlich, so zogen sie mit den neuesten heißen Scheiben einmal im Monat über die Lande und hatten dann natürlich auch noch einige Live Acts dabei. Als ich das erste Mal mit dabei sein durfte, viel in einem Dorfgasthof ständig der Strom aus, für Bubi war das, wenn man ihn gekannt hat kein Grund zum lachen, ganz im Gegenteil er polterte los was das denn für eine Bude sei,klar aber war, unsere Anlagen schafften das ganze Stromsytem einfach nicht.

 

 Einmal im Jahr gab es dann die BRAVO SUPER DISCO entweder in der Westfalenhalle in Dortmund oder Deutschlandhalle Berlin. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde dann auch der Junge und das Mädchen des Jahres gewählt. Man überlege bitte einmal,16000 Kids waren in der Halle und jeder von ihnen füllte einen Stimmzettel aus, keine leichte Aufgabe für die Mitarbeiter im Backstage Bereich, denn sie mussten nun und das ganz schnell, die Stimmen auszählen. Im Rahmen Programm waren dann natürlich alle BRAVO Stars und Bands Live auf der Riesenshow Bühne,so unter anderem natürlich auch die Bay City Rollers und The Teens, die Sicherheitsleute hatten an diesen Nachmittag viel Arbeit ca 350 Fans vielen mal ganz kurz um und mussten ärztlich versorgt werden, aber so mancher glaubte in die Gadaroben der Bands oder Stars zu kommen, es blieb beim Versuch.

Meine schönste Zeit bei BRAVO:

Ich habe natürlich alle Teenie oder Boygroup Bands persönlichen kennen gelernt, seien es nun NEW KIDS ON THE BLOCK, TAKE THAT, CITA, BACKSTREET BOYS, EAST 17 gewesen. Wir haben viele schöne Traumtreffs und andere Aktionen mit ihnen gemacht. Und immer war auch unsere liebenswerte Kollegin aus England dabei. Gabrielle Pike. Sie war bei allen sehr beliebt und sie schaffte es auch, die etwas zickigen Manager der Bands in den Griff zu bekommen, denn die Bands machten dass, was man ihnen sagte, mehr aber auch nicht.

Vor einigen Wochen haben Gabrielle und ich uns bei einer sehr lustigen Geburtstagsparty von Wanda Büchekmaier (Frau des ehemaligen sehr erfolgreichen Chefredakteurs von Gerald Büchelmaier)nach langer Zeit wieder getroffen,klar dass wir über diese schönen BRAVO Zeiten, die es nie wieder geben wird gesprochen haben.

1994 ging es endlich wieder mit der neuen BRAVO SUPER DISCO am 09.Februar 1994 los. Viele, viele Stars waren gekommen um bei dieser großen BRAVO Party dabei zu sein. Vor der Halle verbrachten schon einige Fansvorher  ihre Tage und Nächte, denn sie wollten natürlich in der ersten Reihe stehen. Die 16000 Karten waren innerhalb von kürzester Zeit restlos Ausverkauft. Wir wohnten mit allen Stars im Hilton Hotel zur Sicherheit hatte ich (war unter anderem auch für die Sicherheit verantwortlich) Polizeigitter rund ums das Hotel aufstellen lassen. Denn unsere Superbands Take That, CITA und Kelly Family sorgten für einen 24 Stunden Kreischalarm. Es war einfach einfach nur “Affengeil” was sich da die ganze Nacht abgespielt hatte, glücklich konnten die Fans sein, die sich im Hotel ein Zimmer gebucht hatten, aber auch viele andere belagerten die Stockwerke. Wie sagte Gerald Büchelmaier (Chefredakteur) und Claus Dieter Grabner (Verlagsleiter München)immer “Man muss seine Leser lieben” Zu meiner Zeit haben wir das auch immer gemacht, denn wie schon Petra Pan in ihrem Bericht erwähnte,wir hatten für alle Leser(innen) immer eine offenes Haus, niemand durfte weg geschickt werden und natürlich haben wir uns auch immer um die Großen und Kleinen Probleme gekümmert. Viele ehemalige BRAVO Leser(innen) melden sich heute wieder über Facebook bei mir, auch wenn ich schon seid fast 10 Jahren keinen Kontakt mehr zu BRAVO habe, denn die Zeiten haben sich geändert und bitte was soll ein fast 70 jähriger BRAVO Oldie mit der neuen Redaktions Generation reden, die würden mich wohl kaum noch verstehen. Es gäbe noch viele schöne Geschichten zu schreiben und erzählen, aber da würde zu weit führen. Aber ich bin ja immer für alle noch erreichbar, denn unsere Kids von damals haben mir viel Freude bereitet.

Zwei die immer gut verstanden haben:Benjamin Boyce (CITTA und BRAVO Fritze)

  

DJ BoBo und der BRAVO Fritze gemeinsam auf der Bühne 2010 in München.

Was soll man den Spice Girls schenken, wenn man sie in Wien bei “Wetten dass…) trifft? Mit diesen kleinen Bärchen konnten sie das Jodeln nach den 5.Glas Rotwein lernen. Die Münchner TZ schrieb über die Münchner Party Macher eine Geschichte, klar das da auch BRAVO dabei sein durfte. Eine BRAVO Leserin schenkte mir nach einem Traumtreff ” Einen gezeichneten “Goldenen Otto” Als Liza Minelli in München Auftrat, waren natürlich auch Leslie Mandoki (Produzent) und Otto W. Retzer ” Ein Schloß am Wörthersee”

55 Jahre „BRAVO“ – Ein Bericht von einer treuen Leserin

Bravo!- Du hat geschafft, was nicht jede Jugendzeitschrift von sich behaupten kann: Seit einigen Generationen begleitest Du Kids beim Erwachsenwerden, sprichst Themen an, die Jugendliche seit jeher interessieren. Eine Konstante in unserer schnelllebigen Zeit, die erfolgreich überdauert hat und nicht wie vieles Andere dem Vergessen anheim gefallen ist; ein Ankerpunkt aus meiner Jugendzeit.

Der 26. August 1956 sollte der Tag sein, der die Welt auf dem Zeitschriftensektor für immer verändern sollte: Du wurdest erstmals an deutschen Kiosken zum Verkauf angeboten. Damals kamst Du noch in anderem Gewand daher, das Layout schlichter, als „Magazin für Film und Fernsehen“ für Teenager, die damals auch im üblichen Jargon als „Backfische“ (Mädchen) oder „Halbstarke“ (meistens aufrührerische Jungs) bezeichnet wurden, konzipiert. Nun konnte endlich der Glamour Hollywoods Einzug in westdeutsche Jugendzimmer halten.

Ab 1959 beschertest Du Deiner Leserschaft dann auch die Geburtsstunde des „Starschnitts“, eine lebensgroße Brigitte Bardot und Dir selbst eine Auflage von 523.000 Stück.

Doch neben dem Filmgeschäft sollte auch die Musik nicht zu kurz kommen, vorzugsweise berichtetest Du über die Welt des deutschen Schlagers in den fünfziger Jahren mit ihren bekannten Vertretern wie Freddy Quinn & Co..

Die sexuelle Revolution der 60-iger Jahre ging auch an Dir nicht spurlos vorüber. 1962 war es schließlich soweit: zum Entsetzen vieler Eltern, mancher Pädagogen und der Kirche konnten viele begeisterter Teenager im „Knigge für Verliebte“ die erste, aber noch etwas zaghafte Aufklärungsserie in der „BRAVO“ miterleben.

Endlich aber 1969 wurde das versteckte Verlangen der Teenies nach Aufklärung und Informationen in sexuellen Fragen befriedigt- das „Dr. Sommer Team“ wurde ins Leben gerufen. Somit konntest Du Dir ein weiteres Standbein schaffen, die „Frage und Antwort Seite“ wurde wohl bei vielen Deiner Leser als erste aufgeschlagen, nachdem sie Dich oft heimlich am Kiosk erworben hatten.

So konntest Du in Sachen „Liebe, Sex und Zärtlichkeit“ zum wichtigsten öffentlichen Ansprechpartner werden; die rund 400 Briefe pro Woche, die das Beraterteam erreichten, sprachen für sich.

Doch die 60-iger Jahre hatten auch musikalisch so Einiges zu bieten und Du reagiertest stets richtig auf Trends, nachdem Du Dich weg vom Filmgeschäft immer mehr auf die Musik konzentriertest. Als Du dann noch im Jahre 1966 die Konzerte für die erste Beatles- Deutschlandtournee veranstaltetest, war eine riesengroße Sensation perfekt.

Mitte der siebziger Jahre dann, regten Titelseiten, wie sie in ihrem bunten, mit Stars, Stickern und Schlagzeilen bepackten Layout auch noch heutzutage bei Dir zu  finden sind, viele Jugendlichen zum Kauf an.

Das erste Mal konntest Du in diesen Jahren die Schallgrenze von einer Million verkaufter Exemplare überwinden.

Die 70-iger Jahre sind aber auch ein Jahrzehnt, in dem sich die Popmusik immer mehr in Subszenen aufsplitterte, denken wir an Glam Rock mit wichtigen Vertretern wie „The Slade“, „David Bowie“.., Hardrock wie „Kiss“…, die damalige Rivalität zwischen den  „Bay City Rollers“ und „The Sweet“, Disco ( „Boney M.“, „Bee Gees“ mit Saturday Night Fever, „Village People“…  ) und dem aufkeimenden Punk, wie den „Sex Pistols“ , die bei Dir 1977 erst einmal auf kritische Irritation stießen.

Deine breit gefächerte Berichterstattung über viele Größen des Musikbiz konnte somit eine stattliche Anzahl an Fans verschiedener Musikgruppen und –richtungen ansprechen, was wiederum zu Deiner Popolarität beitrug.

Ich selbst durfte Deine absolute Blütezeit Ende der siebziger- und vor allen Dingen in den achtziger Jahren mit den absatzstärksten Auflagen miterleben.

Ich hatte niemandem in meinem Freundeskreis, der nicht der BRAVO als äußerst interessante Lektüre den Vorzug gegenüber anderen Printmedien gab und Dich meist ohne Wissen der Eltern kaufte. Versteckt dann vor den Augen der Erwachsenen vertieften wir uns in die Seiten mit den Ratschlägen vom Dr. Sommer Team und Dr. Alexander Korff, der für die ganz speziellen sexuellen Fragen zuständig war. Oftmals wurden Dinge beantwortet, die wir Kids damals niemanden zu fragen gewagt hätten, auch wenn der Sexualkundeunterricht in dieser Zeit schon längst Bestandteil des Lehrplans an Schulen war. So differenziert, anschaulich, offen und unverkrampft hätte wohl kein Lehrer an Schulen diesen Stoff vermitteln können. Man könnte sogar sagen, dass eine ganze Generation von Dir aufgeklärt wurde. Zwischen 3000 und 5000 Briefen wissensdurstiger Teenies gingen wöchentlich in dieser Zeit bei der Reaktion ein, die Fragen an das Dr.Sommer-Team hatten.

Als Teenager mit einem sehr geringen Taschengeld bedacht, war ich zwangsläufig eine Gelegenheitskäuferin von Dir, was dazu führte, dass ich es leider nie zu einem kompletten Starschnitt schaffte. Als Trost dienten mir dann die Poster von allen möglichen Prominenten, die ich in sämtlichen Ausgaben von Dir finden konnte. So manches Konterfei meiner bevorzugten Lieblinge gelang es, einen Platz über meinem Bett und als Dreingabe ein allabendliches „Gute Nacht“ von mir zu bekommen.

Nur zu gut kann ich mich an ein Poster von Tommi Ohrner erinnern, den ich als Zwölfjährige als „verflixt gut aussehend“ befand, und somit bei mir einen Ehrenplatz bekam. So konnte ich stets in seine braunen Augen blicken und meinen Mädchenträumen nachhängen.

Aber auch die Fotostorys verfolgte ich mit Interesse und bewunderte den “Mut“ mancher Protagonisten, sich in den für die Geschichte erforderlichen Situationen, die ich manchmal als Pubertierende als sehr gewagt empfand, ablichten zu lassen. Die Storys an sich weckten bei vielen Jugendlichen teilweise eine gewisse Sehnsucht, klärten aber auch auf und warnten in Szene gesetzt vor verschiedenen Gefahren in Liebesdingen z.B. vor ungewollten Schwangerschaften bei Minderjährigen.

Da ich seit jeher eine große Affinität zur Musik spüre und auch lebe, richtete sich mein Blick natürlich auch auf all` Deine Berichte über das Musik- und Showbiz, die zwar nicht in musikwissenschaftlichem Sinne arrangiert waren, was auch Deine Zielgruppe verfehlt hätte, aber doch immer auf fesselnde und interessante Weise uns Jugendliche mit Hintergrundinformationen, Interviews und Trends fütterte.

So waren die 80-iger Jahre ein Jahrzehnt, in dem es an Superstars nicht mangelte, ein reicher Pool, aus dem Du schöpfen konntest. Michael Jackson, Nena, Modern Talking, Tina Turner, The Police, Madonna, U2…sind nur einige Namen, die damals und teilweise auch noch heute am Firmament des „Starhimmels“ leuchten.

Nicht zu vergessen die seit 1957 jährliche stattfindende „BRAVO- Otto“ Verleihung, ein Preis, den Deine Leser durch Abstimmung für ihre Lieblinsstars ermitteln. Überreicht wird er den Preisträgern innerhalb der BRAVO Supershow, die seit 1994 auch auf diversen privaten Fernsehkanälen übertragen wird. Den BRAVO- Otto gibt es in Gold, Silber, Bronze und als besondere Auszeichnung in Platin, den aber bis jetzt nur Michael Jackson, die Bee Gees, Take That, Thomas Gottschalk und Dieter Bohlen erhielten.

Angezogen und fasziniert von dem ganzen Glamour des Showbuisness beschloss ich eines Tages in meinem Enthusiasmus, ich war wohl so an die fünfzehn Jahre alt, zu meinem Olymp- es war das Redaktionshaus der „BRAVO“ in München, zu pilgern. Ich wollte unbedingt einmal hinter die Kulissen blicken, die Gesichter der „Götter“ erblicken, die Dir wöchentlich neues Leben einhauchen, wollte eventuell irgendeinem Star begegnen, der sich vielleicht gerade zufällig in dem Gebäude aufhalten hätte können. Doch als ich dann schließlich vor dem Haus stand, auf dem mit großen Lettern „BRAVO“ prangte, verließ mich dann doch der Mut einzutreten, und nachdem ich wohl eine Stunde davor herumlungerte, kehrte ich unverrichteter Dinge wieder nach Hause zurück.

Andere Teenager waren an dieser Stelle wohl mutiger als ich, denn man konnte in den Redaktionsräumen immer Besucher antreffen, die „backstage“ die BRAVO -Mitarbeiter kennen lernen wollten. Sogar jugendliche Ausreißer fanden schon im Redaktionssitz einen Zufluchtsort. Mitarbeiter Deines Blattes kümmerten sich stets rührend um die jungen Verzweifelten und reagierten in adäquater Weise, indem sie die Eltern informierten und die Fürsorgepflicht den Kindern gegenüber in jeglicher Hinsicht voll erfüllten. Sogar die Kosten für Rückreise- und Verpflegung für die jungen Ausreißer wurde von der Redaktion jeweils übernommen.

Im Laufe der Zeit hast Du, liebe BRAVO, reichlich Nachwuchs erfahren: BRAVO Girl, BRAVO Hip Hop Special, BRAVO Poster, BRAVO Foto Love Story, Yeah!, Twist…maßgeschneidert für jede Lesergruppe und individuell. Du hattest sogar mit „BRAVO TV“ von 1985 bis 2007 eine eigene Fernsehsendung, seit 1992 können sich Fans regelmäßig auf die Musik-CD- Compilation „BRAVO- Hits“ mit aktuellen Chart- Hits freuen.

Doch auch im Internet bist Du mit verschiedenen Portalen vertreten, wie es sich für ein modernes Medium gehört.

Du bist stets mit der Zeit gegangen- und die Kids haben es Dir über Generationen hin gedankt.

Danke für alles, liebe BRAVO!


Petra Pan

BRAVO, eine Jugendzeitschrift kommt in die Jahre.

Erinnert Ihr Euch noch an Eure Zeit, wo die Welt noch nicht so hektisch war? Und meine zweite Frage, wisst Ihr eigentlich wann die erste BRAVO Ausgabe erschienen ist? Ja das ist schon sehr lange her, nämlich am 26.August 1956.Und Ihr glaubt es mir nicht, seid dieser Zeit bin ich eng mit Europas größter Jugendzeitschrift verbunden. Doch wie hat alles angefangen? (Aus Urheberrechtlichen Gründen darf ich leider keine BRAVO Titelseiten in meinem Bericht veröffentlichen).

Wie ist es eigentlich zu den Namen BRAVO gekommen?
Als der Kindler & Schiermeyer Verlag 1956 daran dachte endlich eine Jugendzeitschrift für junge Leute auf den Markt zubringen, glaubte niemand daran, dass gerade diese einmal Europas größte Jugendzeitschrift werden würde.
Ich kann mir sehr gut vorstellen was da damals am 26.August 1956 in den Redaktionsräumen los gewesen sein mag. Peter Boenisch wurde am 4.Mai 1927 in Berlin geboren und verstarb leider am 08.Juli 2005 in Gmund am Tegernsee war der erste Chefredakteur von BRAVO wie es nun zu diesen Namen gekommen ist? Man stelle sich bitte vor es war ein heißer Sommertag und in der Redaktion rauchten die Köpfe und dann sagte ganz plötzlich ein Redakteur “NA BRAVO” so könnte es eventuell gewesen sein. Am Anfang war von den großen Musikstars noch keine Rede,sondern kümmerte sich um die Filmstars. So war es natürlich auch kein Wunder dass auf der 1.Ausgabe von BRAVO Marilyn Monroe abgebildet war, dem folgten dann Hans Moser, Marlene Dietrich, Horst Buchholz, James Dean und viele, viele andere. Bis 1963 kostete die BRAVO 0,50 DM. Doch die Zeiten änderten sich auch damals schon sehr schnell und da hörte man von ganz wilder Musik im fernen Amerika, die Anstandsdamen und Herren rauften sich die Haare, wie bitte konnte man sich denn so unsittlich bewegen? Richtig, die Rede ist natürlich von Elvis Presley geboren wurde er am 08.Januar als Elvis Aron Presley in Tubelo im US Bundesstaat Mississippi. Am 16.August 1977 verstarb der King of Rock’n Roll um 14.45 Uhr Ortszeit in seiner Villa “Graceland” in Memphis/Tennessee. Zum erstenmal erschien er auf der BRAVO Titelseite am 30.12.1956. So war es natürlich auch kein Wunder, dass die meist weiblichen Fans in Deutschland endlich viel mehr über diesen Rock’n Roll Star erfahren wollten, damit änderte sich natürlich auch das bisherige Konzept von BRAVO. Gut war, dass es zu dieser Zeit Thomas Beyl, der Urvater der BRAVO Reporter hatte den richtigen Riecher und freundete sich mit Elvis Presley an, damit standen für ihn alle Türen offen und er bekam viele schöne Geschichten exklusiv die sonst niemand hatte. Allerdings war zu dieser Zeit BRAVO die einzige Jugendzeitschrift für die Teenager.

 

Wenn Teenager träumen:

 In Deutschland suchte man natürlich auch nach einen Teenie Idol, der sich genau so gut bewegen konnte, wie Elvis Presley und man hatte ihn auch gefunden sein Name Peter Kraus er sorgte bei der heranwachsenden Jugend dafür, dass sie bei seinen Auftritten kaum noch Luft bekamen, so laut kreischend sie, wenn er seine Hüften bewegte, natürlich gefiel das den Erwachsenen überhaupt nicht, aber das kümmerte die Kids nicht. Ja und dann tauchte da auch noch Ted Herold auf,er glaubte, dass er bereits der größte sei, so war es auch kein Wunder, dass die Fans da ganz anderer Meinung bei Live Konzerten mit Peter Kraus und Ted Herold waren mit auf großer Tournee war auch das Orchester Max Greger. Ich gebe es gerne zu, ich war ein echter Ted Herold Fan, also ein Halbstarker, der es gerne krachen lies, so kam es dann auch, dass ich bei einem Konzert in Schongau, mal ganz schnell einen Stuhl zu Bruch gehen lies,hätte ich mal besser nicht machen sollen, denn am nächsten Tag konnte ich nicht mehr sitzen, die Heimleitung hatte davon erfahren und es kam so wie es kommen musste.Schöne Teenagerträume, wenn der Hintern weh tat.

Bei BRAVO gab es zur gleichen Zeit die ersten Otto-Sieger, aber zu dieser Zeit, gab es noch nicht den Weltberühmten BRAVO Otto sondern  die Gewinner bekamen  eine Medaille, auf dieser war Otto der Filmbeleuchter abgebildet, denn es gab eine Rubrik wo er aus den internationalen Filmstudios berichtete. So gingen die ersten Auszeichnungen dann auch 1957 an James Dean, Maria Schell,(1958) Horst Bucholz und Romy Schneider- diese Liste lässt sich beliebig bis 1959 fortsetzen. Endlich ab 1960 gab es dann auch die ersten Auszeichnungen für Sänger(innen) des Jahres. So bekam Freddy Quinn und Conny Frobes, die erste Medaille, als beliebteste Schlagersänger(innen) des Jahres 1960. Natürlich ermittelte man auch bei BRAVO die großen Hits aus dieser Zeit,man kann sich vorstellen, dass es am Anfang an nur deutsche Schlager waren, zu dieser Zeit wurden dann auch sehr viele seichte Schlagerfilmchen gedreht. Peter Kraus und Conny Frobess waren das Film Traumpaar der 50er Jahre, dabei blieb es aber dann auch. Im übrigen an dieser Stelle möchte ich Euch alle auf eine sehr schöne Homepage Seite hinweißen, hier erfahrt Ihr alles was bei BRAVO in den vergangenen 55 Jahren los war. Mein Freund Christian Müller hat diese Seiten mit sehr viel Zeitaufwand gestaltet und ist für viele Redakteure zu einer guten Adresse geworden: www.bravo-archiv.de unter dem Link 50 Jahre BRAVO (2006) findet Ihr auch meine BRAVO Story.

Beat,Beat,Beat:

Der Rock’n Roll in seiner üblichen Form ging so langsam zu ende,eine neue Ära begann, natürlich auch für BRAVO, hier hatte nun eine Frau die Chefredaktion übernommen, Lieselotte Krakauer sie war auch die einzige Frau, die je an der Spitze von BRAVO gestanden hatte, aber um es gleich vorweg zu nehmen, sie sorgte dafür, dass die Auflagen steil nach oben gingen. Das lag aber auch daran, dass sich im fernen Hamburg auf der heute sehr berüchtigten Reeperbahn etwas zusammen braute. Hier gab es drei Clubs deren Namen mit der Beat Musik eng verbunden sind, nämlich im Indira,Cavern und dem berühmten Star Club. Die leichten Damen stürmten diese Läden, denn hier traten schnugeligge Jungs aus England auf. Gemeint sind natürlich die Beatles, sie spielten dutzende von Gigs bevor es so richtig für sie los ging. Und wie hätte es auch anders sein können, die heranwachsende BRAVO Generation wollte über diese vier Pilzköpfe John Lennon (verstarb 1980) Paul McCartney, George Harrison (verstarb 2001) und Ringo Star wissen, sie tauchten auch dann zum ersten Mal am 26.Mai 1964 auf der Titelseite von BRAVO auf.

    

(Diese Aufnahme gehört in jede Oldie Sammlung denn da hießen die Beatles noch The Beat Brothers und sagen gemeinsam mit Tony Sheridan “My Bonnie” ein Kracher auf allen Volksfesten.

Im April 1964 hatten die Beatles es geschafft, sie waren in der damaligen BRAVO Musikbox die Nr. 1! Viele weitere Hits folgten. Die Fans in Deutschland wollten aber ihre vier Pilzköpfe endlich Live auf der Bühne erleben, das war aber nicht so einfach, denn sie waren nun nur noch unterwegs. Aber die BRAVO Redaktion blieb ihnen auf den Fersen. Und endlich bekam die Redaktion die Zusage für leider nur 3 Konzerte in Deutschland. Die BRAVO Beatles Blitztournee ging in die Geschichte der Pop Konzerte ein. Nun wurden von Hummel Reisen in zusammen Arbeit mit der DB Sonderzüge zu den Konzerten auf zusammen gestellt, denn es sollten ja möglichst viele Fans zu diesen Konzerten kommen können. Die Züge trugen dann auch, wie hätte es bei BRAVO anders sein können, den sinnigen Namen “Der Rasende John, Fliegende Paul (wusste nicht, dass Züge fliegen können) Schnelle George und der Rollende Ringo” Ihr lacht über diese Namen, damals wurde diese sehr ernst genommen. Am 23.Juli 1966 kamen die Beatles endlich am Flughafen in München an und fuhren dann sofort zu einer Presse Konferenz in den Bayerischen Hof am Promenadeplatz.(In einer weiteren Folge komme auf dieses Hotel noch einmal zurück. Vor dem Hotel warteten 100e von meist weiblichen Fans, sie alle wollten nur eins, ihre Lieblinge sehen. Ich war damals noch nicht bei BRAVO aber natürlich wollte ich auch mit reden können und stellte mich einfach dazu, aber meine Traumfrau habe ich nicht gefunden, wie auch, wenn alle nur in die Beatles verliebt waren. Man soll es ja nicht glauben, da gab es welche, die glaubten tatsächlich, dass sie über die Dachrinnen die nach unten gingen, in die Stockwerke gelangen konnten, aber es bliebesse beim Versuch.

Am Abend gab es dann endlich die Pressekonferenz an der natürlich auch die damalige Chefredakteurin Lieselotte Krakauer teil nahm. Aber nicht nur das, die Beatles bekamen ihren ersten “Goldenen BRAVO Indianer” ( dieser wurde deshalb ab 1966 so genannt, weil in den Kinos die Winnetou Filme mit Pierre Brice so erfolgreich liefen und Winnetou der große Indianer bei allen so beliebt war).

BRAVO Chefredakteurin Lieselotte Krakauer überreichte den Beatles den Golden BRAVO Otto als beliebteste Band 1966.
Am 24.Juli 1966 war es dann endlich soweit, im Münchner Circus Krone Bau, herrsche Kreischalarm als die Beatles endlich auf der Bühne standen, das Eintrittsgeld hätte man sich eigentlich sparen können, aber so einfach war das dann doch nicht, denn man wollte schon seinen Kindern später erzählen können, was Mama da alles erlebt hat. Am nächsten Tag ging es dann weiter in die Gruga Halle nach Essen und das dritte Konzert fand dann am 26.Juli in der Ernst Merck Halle in Hamburg statt. Ca: 20 000 Fans waren damals dabei und waren glücklich, dass sie eine Eintrittskarte ergattert hatten.

Deutschland hat einen neuen super Schlagerstar:

Am 12.Juni 1964 spielen Roy Black und seine Band The Cannons im Moritz-Saal in Augsburg und endlich hat es nach vielen versuchen geklappt,sie gewinnen diesen Bandwettbewerb. Unter den Zuschauern war damals auch der Kölner Produzent Hans Bertram. Diesen wird sehr schnell klar, dass er da einen neuen Star für seine Zwecke gefunden hat, aber die Begleitmusiker passen da nicht mehr in sein Konzept, denn er hat großes vor und möchte einen neuen Schlagerstar ganz schnell in den Hitlisten sehen. Drei Titel nehmen The Canonns noch gemeinsam mit ihren Freund  Roy Black auf. “Darling My Love,Du bist nicht allein und Glaube an mich” Für Roy Black wird 1966 ein Traum war er landet seinen ersten großen Hit mit “Ganz in Weiß” Es folgen Hit auf Hit. Natürlich ist er auch, wie hätte es auch anders sein können, bei den BRAVO Leserinnen die Nr. 1 bei einer Telefonaktion “Ruf Deinen Star an ” brechen alle Leitungen rund um die Redaktion zusammen. In der BRAVO Redaktion arbeitet auch die bildhübsche Silke Vagtsund beide verlieben sich, den Rest kennen wir ja. Mehr über Roy Black am 07.10.2011 zu seinen 20.Todestag auf dieser Seite.

Hinweiß: Am 08./09.2011 finden in der Singoldhalle in Bobingen verschiedene Veranstaltungen statt, alle Fans sind dazu natürlich herzlich eingeladen. Weitere Informationen bekommt Ihr auf unseren Seiten von Facebook Roy Black wie damals und Roy Black an The Cannons.

Natürlich gab es bei BRAVO noch viele andere wichtige Aktionen, wenn ich da an die legenderen BRAVO-Starschnitte oder vor allen Dingen auch an Dr.Sommer denke, aber ich möchte mich auf meiner Seite ganz einfach mal um die Bands und Stars von 1956 bis 1998 kümmern, denn ich habe ja viele persönlich kennen lernen dürfen und mit vielen habe ich auch heute noch Kontakt, darüber werde ich in der zweiten Folge am 26.August 2011 berichten, denn da wird BRAVO 55 Jahre alt, aber kein bisschen leise, muss auch nicht sein, denn auch die heutigen Leserinnen(er) brauchen ihre eigenen Idole, aber das ist eine andere Geschichte. Und wenn ich so zurück denke ich durfte unter meinen drei Chefredakteuren Gert Braun (1972-1979) Rüdiger Wittner ( 1979-1992) und Gerald Büchelmaier ( 1992-1998) puren Rock`n Roll erleben. Und wenn man schon diese Namen nennt, dann darf natürlich einer auf keinen Fall fehlen. Claus Dieter Grabner er und Gerald Büchelmaier gründeten die erfolgreiche BRAVO Family.