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Thomas Gottschalk: Abschied von „Wetten dass..?“

Thomas Gottschalk verabschiedet sich von der großen „Wetten, dass..?“- Bühne

Es war sein großer Moment: Thomas Gottschalk verabschiedete sich das letzte Mal von seinem „Wetten, dass..“- Publikum und fast 15 Millionen Zuschauern vor den Bildschirmen.
Seine letzte große Samstagabend- Unterhaltungsshow endete mit Standig Ovations und einem sichtlich gerührten Moderator, nach dessen ergreifender Abschiedsrede, musikalisch untermalt mit „Now we are free“ aus dem Soundtrack von Gladiator, wohl so Manchem Tränen in den Augen standen. Sollte sich Deutschlands beliebtester Showmaster nun befreit fühlen?
Thomas Gottschalk: „ Ich nehme den Applaus hier im Publikum für das, was auch meine Absicht war in den dreiundzwanzig Jahren, ich hab´s für Sie gemacht, hatte unheimlich viel Spaß dabei und hab´ dann letzten Endens immer gedacht, ich hätte es auch für mich gemacht. Es war ne´tolle Zeit, aber nur weil wir beide irgendwo immer zusammengepasst haben, mein Publikum und ich, und dafür muß ich mich in erster Linie bei Euch bedanken.“
Thomas Gottschalk, Unterhalter mit Leib und Seele stellte aber auch heraus, daß er mit seiner Entscheidung und dem Abschied gut umgehen könne:“ Ich habe Menschen verehrt aus der Unterhaltung, die es nicht mehr gibt und wir sind so ein bißchen wie Spuren im Sand, das Wasser geht drüber und es kommen andere und mit denen werden Sie genauso viel Spaß haben und es ist gut so. Unterhaltung muß man nicht ernst nehmen. Ich sage Ihnen auch, ich habe mich nie ernster genommen, als das, was ich für Sie präsentiert habe. Das waren Seifenblasen, die sind zerplatzt, aber es waren wunderbare Seifenblasen.“
Seifenblasen, die in ihrer schillernden Leichtigkeit den Zuschauern in Deutschland, Österreich und der Schweiz sehr fehlen werden , Spuren im Sand, die so weit oben angesiedelt, tief und groß sind, daß sie sehr lange den Naturgewalten standhalten werden können.

Wer aber wird Nachfolger von Thomas Gottschalk?

Ein Thema, das seit einigen Wochen in den Medien kursiert: Wer wird in Zukunft „Wetten dass…“ moderieren, eine Frage, die auch Thomas Gottschalk seinem alten Freund und Weggefährten Günther Jauch in seiner Abschiedssendung stellte, ihm die Nachfolge schmackhaft machen wollte. Dieser verhielt sich bedeckt und bat um vierundzwanzig Stunden Bedenkzeit, um dann in seiner Sendung auf RTL „2011! Menschen, Bilder, Emotionen“ tags darauf bekanntzugeben, ob er in die großen Fußstapfen des blonden Showmasters treten wolle; ein wirksames Mittel, die Quoten seiner Jahresrückblickssendung in die Höhe zu treiben.
Nun wissen wir es, die Hoffnung der Zuschauer war vergebens, Günther Jauch machte es spannend und verkündete gegen Ende der Sendung im Beisein von seinem Gast Thomas Gottschalk, daß er nicht die Erwartungen erfüllen könne, es sei auch für ihn eine Nummer zu groß. Zu groß auch Thomas Gottschalks zwanzig Jahre alter, ehemaliger blauer Bühnenanzug mit Leopardendruckkrawatte und dem dazu passenden Schuhwerk mit Raubtierdruck, den Günther Jauch sich, seinem Versprechen in der letzten „Wetten, dass…?“- Sendung gemäß überstreifte, und nicht recht so recht passen wollte. “Ich bin dir schon oft in Deinem Leben nachgefolgt. Ich glaube aber, dass ich das nicht gut kann.”, so Jauch zu seinem Gast.
Gottschalk begründete seinen Entschluß, einen Schlußstrich unter „Wetten dass…?“ zu ziehen nicht nur als moralische Entscheidung, des tragischen Unfalles von Samuel Koch vor fast genau einem Jahr während der Sendung wegen, sondern auch als praktische Entscheidung. Die Bedingungen während der letzten zwanzig Jahre hätten sich geändert, der Konkurrenzkampf um Quoten der verschiedenen Fernsehanstalten sei immer härter geworden, so Thomas Gottschalk.

„Achtzehn Millionen Menschen wie damals bei Michael Jackson gucken nicht mehr zu.“

Er bekräftigte ferner, daß er nicht Teil der Entscheidung sei, welcher Kollege seine Nachfolge antrete. „ Klar ist aber“, meinte Gottschalk, „daß der oder die Neue bei „Wetten, dass…?“ das Ding zurechtrücken muß. Es kann nicht mehr so funktionieren wie bei mir. Achtzehn Millionen Menschen wie damals bei Michael Jackson gucken nicht mehr zu.“
Entertainerin Barbara Schöneberger, ebenfalls Gast bei Günther Jauchs Jahresrückblick, könnte vielleicht als Kandidatin für die Moderation von „Wetten, dass…“ wieder ins Gespräch kommen. Jedenfalls meinte Thomas Gottschalk zur Person der schlagfertigen und sympathischen Unterhalterin:“ Wir haben viele Dinge gemeinsam: Sie ist blond, hübsch, hat Oberweite und ist vor allem furchtlos. Kurzum- sie hat das Zeug dazu.“

Die neue Sendung „Gottschalk live“ im ARD

Thomas Gottschalk liebt die Herausforderung, er, der seine Karriere beim Radio begann, findet die kleine Form, das kleine Format, die tägliche Arbeit im Studio faszinierend.
Am 23. Januar 2012 wird seine erste Sendung, die den Namen „Gottschalk live“ tragen wird, vom ARD ausgestrahlt werden. Viermal wöchentlich wird er eine halbstündige Vorabend-Talkshow moderieren, in der aktuelle Tagesthemen behandelt werden mit Gästen aus den Bereichen „Lifestyle, Entertainment und Kultur“. Ein Studio-Publikum ist nicht vorgesehen, die Zuschauer können jedoch über das Internet Fragen stellen und mitdiskutieren.

Petra Pan

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