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Chris Roberts – ein Schlagerstar zum anfassen

Chris Roberts – Schlagerstar der 70er

  

Chris Roberts wurde im März 1946 in München als Christian Klusacek geboren. Ich kann mir vorstellen, wie er bereits in Babyalter für seine Eltern irgendwelche Liedchen vor sich hingesungen hat, obwohl damals seine Eltern nur wenig verstanden haben. München war ja gerade in den 60er Jahren eine Stadt, wo es in vielen Bars und Szenelokalen noch LIVE-Musik mit tollen Bands gab. Ich erinnere mich da sehr gerne an die Goethestraße. Da gab es eine Kneipe nach der anderen und überall spielten Rock’n Roll Musiker, die gängigen Hits rauf und runter. Ich war damals Stammgast in der Rumba Bar da spielte Paul Würgers mit seiner Band. Er hat diese Zeit überlebt und auch heute kann man ihn längst über 70 Jahre in Bierzelten hören, seine Fans von damals kommen immer noch um ihn zu hören. Kein Wunder also, dass Chris Roberts als Schlagzeuger bei einer Rock’n Roll Band nämlich Blue Rockets die Mädchen begeisterte. Und es muss doch schon ein großer Zufall gewesen sein, dass auch sein Entdecker und Förderer Hans Bertram war, der ja auch, wie wir alle wissen Roy Black in Augsburg bei einem Bandwettbewerb im Moritz Keller entdeckt hatte. Ich war zu dieser Zeit in der Chris Roberts seine ersten Erfolge (Wenn du mal einsam bist, Die Maschen der Mädchen usw.) hatte, DJ in einer kleinen Münchner Diskothek. Natürlich durften diese Lieder in meinem Programm nicht fehlen. Kein Wunder ist es daher, dass der smarte Chris in den 70er Jahren Dauergast in der ZDF HITPARADE mit Dieter Thomas Heck war. Und natürlich war er auch in der DISCO mit Ilja Richter zu sehen. Ich habe Chris Roberts 1974 kennen gelernt als ich bei BRAVO zu arbeiten begann. Seine damalige Managerin Gaby Glashauser kümmerte sich rührend um ihren Schützling, dazu gehörte auch noch Jürgen Marcus und Martin Mann (mit dem Gaby dann auch verheiratet war). Zur damaligen Zeit, besuchten die Schlagerstars natürlich auch immer, wenn sie in München auf Promotour bei den Radiosendern waren, die BRAVO Redaktion in der Augustenstraße 10. Denn ganz in der Nähe, befanden sich die Fotostudios wo unsere Starfotografen Didi Zill und Bubi Heilemann hunderte von Aufnahmen machten und nur die schönsten Bilder erschienen dann im Heft oder auch auf der Titelseite. Das gilt natürlich auch insbesondere für Chris Roberts. Natürlich war das BRAVO Team auch immer bei der ZDF Hitparade in Berlin, denn unsere Leserinnen und Leser wollten natürlich alles über ihre Schlagerlieblinge wissen. Nach der Sendung wurde dann immer kräftig mit allen Stars gefeiert und zwar in einer kleinen aber feinen Bar im Hotel Schweitzerhof, in der Szene nannte man sie nur noch Todeszelle. Warum? ganz einfach, so mancher machte da die Nacht zum Tage (ich war auch dabei) und wenn man noch Zeit hatte, nahm man noch einen kleinen Schluck an der Tagesbar. Im übrigen viele Stars die bei der Hitparade aufgetreten sind, wurden natürlich auch von unseren BRAVO Redakteuren Peter Raschner und Gerald Büchelmaier zu hause besucht, denn sehr beliebt waren natürlich auch die Serien Homestory. Nur wir durften damals Exklusiv darüber berichten, wie die Stars und Sternchen Privat lebten.


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Erinnert Ihr Euch noch an den BRAVO Starschnitt, glücklich kann der sein, der heute noch einen aus dieser Zeit hat.122 mal wurde dieser veröffentlicht, so gab es natürlich auch von Chris Roberts ab der BRAVO Ausgabe 03/71 bis 12/71 einen. In 11 Ausgaben mussten die Fans zur Schere und Klebstoff greifen, bis sie ihn endlich in Lebensgröße zusammen gebastelt hatten. Wenn natürlich ein Teil fehlte, weil man das Heft vergessen hatte zu kaufen, hatte man da dann leider nur die Möglichkeit, das Heft nach zu bestellen. Aber nicht nur das, Chris Roberts war auch in der Zeit von 1970 bis 1973 11 mal auf der BRAVO Titelseite. Damals war das bei den Fans sehr wichtig, wer sie am Kiosk von ihrem Lieblingsheft anlächelte. Wer auf dem Titel war, konnte sich wirklich freuen. Und natürlich bekam Chris auch bei der größten Starwahl Europas 1971 einen Goldenen BRAVO Otto. Das gleiche für Anfang 1972. Ende 72 gab es für ihn noch einmal Silber. Besser konnte es für ihn in dieser Zeit nicht laufen, denn es waren ja noch viele andere beliebte Sängerinnen, Sänger, TV/Film und Bands da, die hofften, dass sie einen dieser beliebten Ottos in Gold, Silber oder Bronze bekommen würde. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch gerne einmal noch einen sehr wichtigen Namen nennen, denn alles was in den vergangenen 55 Jahren bei BRAVO geschehen ist, wurde mit sehr viel Sorgfalt zusammen gestellt. Ich kenne keine Homepage Seite über BRAVO die so super ist wie diese, schaut einfach einmal bei Christan Müller und www.bravo-archiv.de vorbei. Hier könnt Ihr Stundenlang alles über die großen und kleinen BRAVO Stars und vieles andere lesen. Danke lieber Christian für diese wertvollen Seiten, denn ohne diese, würde BRAVO und auch ich alt aussehen. Und wenn Ihr schon auf dieser Seite seid, dann lest doch unter dem Link: 50 Jahre BRAVO auch ganz einfach einmal meine BRAVO STORY. Aber nicht nur das hier findet Ihr, auch noch den Original Starschnitt von Chris Roberts, geht einfach auf den Link: BRAVO Starschnitte.

Chris Roberts war aber nicht nur Sänger sondern auch ein sehr beliebter Filmschauspieler. Natürlich gibt es da dann auch immer wieder welche, die der Meinung sind, das muss aber ein Schmarrn gewesen sein, den er da mit vielen beliebten Kollegen gedreht hat. Das finde ich nicht, denn gerade diese Schlagerfilme wie zum Beispiel: Wenn die tollen Tanten, Musik Musik, Da wackelt die Penne oder Unsere Pauker gehen in die Luft, werden auch heute immer wieder bei der ARD, ZDF oder BRF sowie im Heimat Kanal bei Sky (nur als ABO) wiederholt. Insgesamt drehte Chris 11 Schlagerfilme, da stand er seinem Freund Roy Black in nichts nach.

Vor kurzen konnten die TV Zuschauer von VOX (X Factor) Chris Roberts wieder einmal bei der schrägen Sendung Cover my Song sehen,wer mich kennt und das sind viele, wissen, was ich von solchen Sendungen halte, nämlich nichts. Denn da wurden zwei Typen losgelassen, die besser in ihren Hinterhof Studios in Berlin geblieben wären, denn hier wurden die deutschen Schlagerstars wie Michael Holm, Chris Roberts, Ireen Sheer und Katja Ebstein einfach – ich drücke mich mal ganz vorsichtig aus – auf den Arm genommen. Nur gut dass mein Lieblingslied von Chris “Dein Teddybär” nicht unter den Rapphammer kam.

Natürlich ist Chris Roberts noch lange nicht in den Ruhestand gegangen, ganz im Gegenteil, er ist für seine treuen Fans noch immer fleißig auf Tour, denn der Deutsche Schlager lebt und da können einige auch immer wieder behaupten, das ist doch nur etwas für uns Rentner. Nein meine lieben Kritiker, so ist das nicht, auch die Kids von heute möchten neben ihrer eigenen Popmusik die Schlager von damals mitsingen und Du kannst nicht immer 17 sein passt doch auch in die heutige Zeit. Wir erleben zur Zeit sehr viele Kriesen, da tut es gut, wenn man einmal 2 bis 3 Stunden davon einfach nichts hört. Vor zwei Wochen wurde Chris Roberts vom Künstler Magazin als Künstler des Jahres 2011 ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch dazu lieber Chris. Deine Fans wünschen sich aber auch noch, dass Du endlich einmal wieder in einer großen TV Show zu sehen bist.

Gerade hat mich noch eine Mail von einem Deiner treuen Fans erreicht: Gerne gebe ich diesen Text an Dich weiter.

“Danke dass Du so lieb an Chris erinnerst (das mache ich gerne) Chris ist vor kurzem in meinem Heimatort aufgetreten. Er ist auch hinter den Kulissen-Backstage ein total sympathischer und freundlicher Mensch.” Dem muss ich nichts mehr hinzu fügen.

Natürlich könnte ich über Chris noch mehr schreiben, ich weiß auch, so mancher fragt sich nun, warum schreibt er eigentlich nicht das was andere Zeitungen schreiben, darauf gibt es eine klare Antwort: das private Leben geht niemanden etwas an. Und einen Freund wie Chris Roberts enttäusche ich nicht.

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4 Kommentare
  • 21. Dezember 2011

    Lieber Peter,
    Als ehemaliger Chefreporter von BRAVO hast Du ja viele Stars persönlichen mit Didi Zill gemeinsam vor Eure Linse genommen, Skandale gab es keine, jeder verstand sich mit jedem und im Hotel Schweitzerhof gibg es nach der Hitparade in der Todeszelle und auf den Zimmern rund, es war halt eine verrückte Zeit, die wir gemeinsam mit unseren Leserinnen und Lesern bei den Traumtreffeentlich zu einen erleben durften, da blieb kein Auge trocken, so mancher(e) Gewinner(in) stand dann vor ihrem Star und siehe da, sie wollten eigetlich zu einem ganz anderen(e. Darüber muss ich natürlich in meiner 100. Folge von meinem Blog mal ausführlich berichten. Danke für Deinen lieben Eintrag

    Tillack Fritz
  • 19. Dezember 2011

    Lieber Fritzl (ich bin übrigens der einzige seiner ehemaligen Kollegen, die Herrn Tillack so

    nennen dürfen)

    Respekt – auch zehn Jahre nach BRAVO bist Du immer noch hautnah am “PROMI-GESCHEHEN”.

    Um es einmal klar zu formulieren: Fritz Tillack war mit ganzer Kraft und ganzem Herzen immer

    für die BAVO-Leser da. Ohne ihn hätten einige der beliebten “OTTO-TRAUMTREFFS” überhaupt nicht

    stattgefunden. Für ihn waren die Leser “seine Kinder”…

    Fritzl – wir haben zusammen die schönsten und erfolgreichsten (über 1.5 Millionen Auflagen)

    Jahrzehnte bei BRAVO erlebt. Diese Zeit kann uns keiner mehr nehmen…

    Mach weiter so – ich bin stolz auf DICH!

    Peter Raschner

    Peter Raschner
  • 10. November 2011

    Danke lieber Manni, wenn jemand sich in der Schlagerwelt auskennt, dann bist Du das, denn Du warst von Anfang an dabei, wenn ich da noch an HANSA in Berlin in der Wittelsbacherstraße 18 denke, was waren das für Zeiten, alleine mit den Teens.

  • 10. November 2011

    Jesses Fritz, da hast du dir Mühe aber gegeben. Da fehlt ja gar nichts. Respekt vor deinem Archiv und Recherchen.

    Manni Schulte